Mode zu Zeiten von Corona

Zwischen Atemschutz und gemütlichem Couch-Onesie: Covid-19 legt unser soziales Leben lahm, doch wie bereiten wir uns modetechnisch auf die Pandemie vor? Was ist zu beachten? Wir haben einige praktische Tipps zusammengestellt.

Von Luise, 16.03.2020
Frau mit Atemschutzmaske
Foto: Timski/Shutterstock

Covid-19, das sogenannte Coronavirus, bestimmt derzeit jegliches Gespräch, prägt unseren Alltag. Wenn wir überhaupt noch einen Alltag haben, schließlich schicken viele Chefs derzeit ihre Mitarbeiter ins Homeoffice oder in die Betriebspause. Nicht wenige Eltern hüten daheim ihre Kinder, denn Schulen und Kindergärten sind ebenfalls geschlossen worden, um Ansteckung zu vermeiden. Wir alle beschränken unsere sozialen Kontakte auf das Nötigste – auch um die Alten und Schwachen der Gesellschaft zu schützen.

Aber: habt bitte keine Angst! Trotz zahlreicher Neuansteckungen sind die Krankheiten in Deutschland im Internationalen Vergleich milde ausgefallen. Krankenhäuser sind gut vorbereitet, Deutschland gehört zu den medizinisch am besten ausgestatteten Ländern der Welt. Bei Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören, verläuft die Krankheit milde, mit guten Chancen auf Heilung. Maßnahmen, wie Social Distancing, werden vor allem getroffen, um Menschen aus der Risikogruppe, etwa alte Menschen und Personen mit Vorerkrankungen, zu schützen.

Also sind wir hauptsächlich daheim und harren der Dinge, die da kommen mögen. Vorräte haben wir, das Internet ist, wenn ihr diesen Text lest, auch vorhanden. Alles gut. Die Basics sind also abgedeckt, können wir uns also dem Thema Mode widmen. Denn das Corona-Virus stellt auch unsere Kleiderschränke vor ganz neue Herausforderungen.

Im Folgenden haben wir einige Tipps und Handreichungen vorbereitet:

  1. Mode, die Hygiene erleichtert

Die schlechte Nachricht zuerst: Der Virus überlebt auch auf unbelebten Oberflächen und das über mehrere Stunden hinweg. Auch auf Kleidung. Doch wofür gibt es Waschmaschinen? Wir raten dazu, die Kleidung, die wir tragen, wenn wir mit anderen Menschen in Kontakt kommen, im Anschluss zu waschen. Die gute Nachricht: Das Waschen mit normalem Waschpulver sollte dabei genügen. Schließlich werden die meisten Waschpulver mit Bleichmitteln angereichert, die eine desinfizierende Wirkung haben. Wem das nicht reicht, der kann zusätzlich desinfizierende Hygienespülmittel in die Waschmaschine geben. Doch achtet bitte darauf: tragt Kleidung, die sich auch in der Maschine waschen lässt. Den guten Kaschmirpulli oder die teure Bluse aus Rohseide sollten wir eher nicht der Waschtrommel aussetzen. Wir empfehlen Kleidungsstücke aus natürlichen Materialien, die sich gut und möglichst auch bei hohen Temperaturen waschen lassen, ohne dabei ihre Form zu verlieren und auszubleiben. Jetzt wird es praktisch – Extravaganzen heben wir uns für die Zeit nach Corona auf. Und dann legen wir richtig los.

  1. Sind Schutzutensilien wirklich notwendig?

Was können wir anziehen, um uns vor diesem Virus zu schützen? Also vorab: der größte Schutz ist es noch immer, im Haus zu bleiben und sich so, dem Virus einfach nicht auszusetzen. Falls wir es dennoch tun, etwas zum Einkaufen oder für Spaziergänge, gilt auch hier die Regel, keine Panik zu schieben und mit Augenmaß an die Sache heranzugehen. Denn Schutzkleidung ist nicht notwendig, Desinfektion und Händewaschen hilft. Das Robert-Koch-Institut, welches kompetent über sämtliche Modalitäten der Pandemie aufklärt, rät nur in Sonderfällen zum Tragen eines Mundschutzes. „Wenn eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz)“, heißt es vom Institut. (Nachzulesen unter: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html#c11964)

Eine weitere Möglichkeit des Schutzes sind Handschuhe, die wir abstreifen können, sobald wir wieder in unserer Komfortzone sind. Dabei empfehlen wir Einweghandschuhe. Aber auch Händewaschen und Desinfektion helfen - also bitte schont Ressourcen.

  1. Zwischen Bademantel und Räuberhose: Komfort zu Hause

Homeoffice, Zeit in der Familie, Wellness – warum machen wir nicht aus der Not einer Tugend und genießen die Zeit in den eigenen vier Wänden? Die Mode macht mit und unterstützt. Denn da das gesellschaftliche Leben gerade massiv heruntergefahren wird, müssen wir gerade auch unsere gesellschaftliche Rolle nicht einnehmen. Im Klartext: Pumps, Kostüm, Hemd und schicke Bürokleidung weicht bequemen Bademänteln, Hausanzügen, Jogginghosen, Sweatern und was wir sonst noch alles gerne mögen, aber normalerweise nur am Wochenende tragen. Hier findet ihr einige Anregungen für Freizeitkleidung für Damen und Herren. Unsere Empfehlung: macht es euch so gemütlich wie möglich, fühlt euch wohl in eurem Zuhause, macht es euch schön und genießt die Auszeit. Und ist es nicht wunderbar, dass Mode auch diese Ziele unterstützen kann?

  1. Raus ins Grüne – aber mit wetterfester Kleidung

Sobald uns die Wohnung keinen Spaß mehr macht, suchen wir uns Abwechslung in der Natur. Das ist ja schließlich erlaubt und Spaziergänge sind sowieso gut für die Gesundheit und das Immunsystem. Außerdem bieten uns Spaziergänge Gelegenheiten, unsere Mitmenschen zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren (Vorsicht, Umarmungen und Berührungen dabei vermeiden!). Doch auch dabei gibt es einiges zu beachten. Denn wir befinden uns mitten im Frühling, schwanken zwischen Wintermatsch und warmen Brisen – da drohen Erkältungen, ganz unabhängig von Corona. Daher ziehen wir uns wettergerecht an, sobald es nach draußen geht. Besonders praktisch: Funktionsjacken (für Damen, Herren, Mädchen und Jungen), festes Schuhwerk, Regenjacken (Damen, Herren, Mädchen, Jungen) und vergesst, Schals, Mützen und warme Socken nicht! Denn das A und O ist es gerade, gesund zu bleiben.

  1. Bewegung bringt Abwechslung

Zuhause zu bleiben, heißt nicht automatisch, dass wir untätig sein müssen. Doch nur allzu schnell winken Netflix und Couch. Doch wir müssen uns auch bewegen, vor allem, wenn jetzt die Gänge von einem Büro ins nächste, zum Coffeeshop um die Ecke, ins Fitnessstudio oder in den Sportkurs wegfallen. Gut, dass es mittlerweile sehr viele gute Fitnessangebote für Zuhause gibt – die sich auch für kleine Wohnungen eignen. Yoga beispielsweise braucht nicht viel Platz und kleine Übungen lassen sich überall machen. Doch auch dafür braucht es passende Kleidung – die ihr auch auf unserer Seite finden könnt. Stöbert doch einfach mal durch unsere Sportkategorien (Damen, Herren, Mädchen, Jungen). Diese kleinen Übungen haben übrigens auch den praktischen Nutzen, dass Immunsystem zu stärken und sie helfen, unsere Muskeln, die wir sonst tagtäglich im Alltag brauchen, nicht erschlaffen zu lassen. Übrigens ist Sport auch gut fürs Gemüt, dabei wird nämlich Serotonin ausgeschüttet und dieser Botenstoff macht uns glücklich – trotz Corona.

  1. Digitale Schnäppchenjagd – die ideale Ablenkung

Wann hatten wir denn zuletzt so viel Zeit, uns mit uns selbst, mit dem eigenen Look und unserem Kleiderschrank zu befassen? Wir wissen es selbst schon nicht mehr, freuen uns aber auf die kommende Zeit der Einkehr. Und auch wenn es für Modehäuser und den Einzelhandel traurig ist, so warten auf uns Konsument*innen einige Benefits. Denn die Lager der meisten Anbieter sind zum Bersten gefüllt. Um das zu ändern, locken viele Modemarken aktuell mit Rabatten und Schnäppchen. Stöbern lohnt sich. Und das gute daran: endlich haben wir dafür die Zeit. Doch eines sollte dabei beachtet werden: Lieferdienste und Paketboten sind auch nur Menschen und derzeit kommt es auch aufgrund von Grenzkontrollen immer wieder zu Verzögerungen im Warenverkehr. Also seid geduldig – die schicke Jeans, die neuen Turnschuhe oder das tolle Frühlingskleid sehen auch einige Tage später noch ganz wunderbar aus. So richtig zum Tragen kommen sie sowieso erst nach dem Ende der Pandemie.

Seid stark, bewahrt Ruhe, behaltet die Geduld, bleibt gesund – und habt viel Spaß beim Shoppen!

Wünscht Euer Kleiderliebe-Team

PS: hier sind noch einige Internetseiten für euch, auf denen ihr euch über Corona und Co. informieren könnt, ohne kursierenden Fake News auf den Leim zu gehen:

www.infektionsschutz.de (die Bürgerinformationsseite des Robert-Koch-Instituts)

www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html (hier informiert das Bundesministerium für Gesundheit)

www.sueddeutsche.de/, www.zeit.de , www.spiegel.de (diese Zeitungen berichten auch online sachlich und unaufgeregt nach dem Mehrquellenprinzip)

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